Leistungsbezüge
Hartz IV benachteiligt Familien
Haushalte mit mehreren Personen sind einer
Studie zufolge beim Arbeitslosengeld II oftmals schlechter gestellt als
Alleinstehende.
Kein Anreiz zur Arbeitsaufnahme
Die Hartz-IV-Regelung benachteilige Familien mit Kindern, teilte das
Institut für Weltwirtschaft mit. Die Autoren hatten die
Verteilungsgerechtigkeit der Zahlungen untersucht und festgestellt,
dass eine erhebliche Lücke zwischen dem Lebensstandard der Single- und
der Haushalte mit Kindern klafft. „So liegt etwa das einer Familie mit
drei Kindern gewährte Arbeitslosengeld II (ALG II) um knapp 15 Prozent
unter dem in der Studie ermittelten tatsächlichen Bedarf dieser
Familie“, erklärte Co-Autor Ulrich Schmidt. Alleinstehende erhalten
derzeit eine Unterstützungsleistung von knapp 700 Euro.
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Die Studie belegt zudem, dass die Zahlung die Anreize zur
Arbeitsaufnahme in erheblichem Umfang einschränkt. Dies gelte
insbesondere für Bezieher in Familien mit Kindern: „Ist etwa in einer
fünfköpfigen Familie lediglich ein Erwachsener ganztätig berufstätig,
so müsste ihm ein Bruttoeinkommen von mindestens 2567 Euro geboten
werden, damit es sich für ihn lohnt, auf ALG II zu verzichten und eine
Arbeit aufzunehmen.“
Gratis Kinderbetreung oder verschärfte Sanktionen?
Die
Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik steht Schmidt zufolge vor einem
Dilemma: Passten die Politiker die ALG-II-Zahlungen für Haushalte mit
Kindern dem ermittelten Bedarf an, so verringerten sie die
Arbeitsanreize. Werde ALG II hingegen gesenkt, werde man den
Bedürfnissen der Leistungsempfänger nicht gerecht. Die Studie
empfiehlt, bedürftigen Familien mit Kindern stärker als bisher den
Zugang zu kostenfreien Kinderbetreuungsangeboten zu eröffnen.
„Natürlich kann man auch darüber nachdenken, die ALG II-Zahlungen zu
erhöhen und zugleich die Sanktionspraxis zu verschärfen, falls
Empfänger zumutbare Arbeitsangebote ausschlagen“, so Schmidt.
Kein Schülerbafög weil im Elternhaus lebend
Wenn
Abiturienten oder Studenten im Elternhaus wohnen bleiben und auch
möchten, gibt es kein BaföG. Sollen Eltern ihre großen Kinder
rausschmeißen, nur damit die Kasse stimmt? Nein, man sollte diese
Politiker rausschmeißen, die solche Familienfeindlichen Gesetze machen.
Gar kein BaföG weil das "Kind" zuhause lebt, das ist
gemein:semesterbeitrag, bücher, Schreibkram --alles kostet Geld!