Irgendwann war es klar, dass es Kiel wird. Till Sundermeier und Melanie Trabandt erzählen ihre Geschichte.

Über einen anderen Studienort hatte Till Sundermeier eigentlich gar nicht nachgedacht. „Zum Glück brauchte ich das auch nicht, es hat ja geklappt mit dem Platz in Kiel.“ Wichtig war dem Oldenburger,dass die Stadt zwar groß, aber nicht zu unübersichtlich, nicht „zu sehr Großstadt“ ist.

Melanie Trabandt kommt aus Hessen. Sie hatte auch eine Zusage aus Köln, hat sich dann aber für Kiel entschieden, „weil mir wichtig ist, dass ich auch noch etwas anderes tun kann, als rund um die Uhr nur zu studieren.“ Wie ihr Kommilitone arbeitet sie bei der Fachschaft mit. „Mir haben die Infos und Tipps, die ich von der Fachschaft bekommen habe, am Anfang sehr geholfen, und ich finde es wichtig, das weiterzugeben.“

"Man muss sich anstrengen, aber wir lernen auch wirklich etwas!"

Sie sind sich einig, dass das Niveau der Betriebswirtschaftslehre in Kiel hoch ist: „Bei den Veranstaltungen in anderen Pflichtfächern sind gute Noten meistens viel leichter zu bekommen als in BWL“, so Trabandt. Sundermeider stimmt ihr zu und ergänzt: „Man merkt sehr schnell, ob BWL das richtige Studium für einen ist. Ich muss
von mir aus aktiv sein und kann nicht abwarten, dass jemand mir sagt, was ich tun soll. Aber das ist ja genau das, was ich will, dazu studiere ich an einer Universität.“ Nachdem sie die Pflichtteile des Studiums größtenteils abgeschlossen haben, können sie sich auf ihre Wahlbereiche konzentrieren, und „jetzt macht das Studium richtig Spaß. Den Dozenten merkt man an, dass sie Lust auf ihre Themen haben, und dass sie den Studierenden wirklich etwas rüberbringen wollen“, sagt Trabandt. Schnell sind die beiden im Gespräch über Veranstaltungen, Professoren und Dozenten, geben sich gegenseitig Tipps und stellen fest, dass ihre Interessen sich eigentlich sehr unterscheiden, sie aber beide mit ihrem Studium sehr zufrieden sind.

"Toll ist der Bezug zur Praxis"

„Später im Beruf geht es für uns darum, dass wir verantwortliche Entscheidungen treffen, und wir müssen einschätzen können, welche Auswirkungen unsere Entscheidungen haben“, erklärt Trabandt, warum sie begeistert von einem Projektmanagement-Kurs war, bei dem die Studierenden ein Projekt geplant und durchgespielt haben. „Das ist wirklich sehr nah an der Praxis und ich habe viel Handwerkszeug mitbekommen.“ Sundermeier erzählt von einer Veranstaltung, bei der die Studierenden mit einem Unternehmensplanspiel „direkt ins kalte Wasser geworfen“ wurden und die Gründung eines Windparks simuliert haben. Er lacht: „Unser Unternehmen ist nicht so gut gelaufen, das haben wir komplett an die Wand gefahren! Aber gelernt haben wir dabei wahrscheinlich mehr, als wenn alles glattgegangen wäre.“

"Mit dem Studium haben wir viele Möglichkeiten"

Nach dem Bachelor möchten beide erst einmal Berufspraxis sammeln. Trabandt will ihre Bachelorarbeit mit einem mindestens sechsmonatigen Praktikum verbinden. Ein Masterabschluss – auch in Kiel – können sich beide gut vorstellen. Sie sehen auf der Basis des Studiums in Kiel viele Optionen. „Mal sehen, welche Möglichkeiten
sich ergeben.“ Trabandt möchte ins Eventmanagement gehen und kann sich vorstellen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Sundermeier denkt, dass die Arbeit in einer Unternehmensberatung das Richtige für ihn sein kann, „aber da bin ich noch nicht sicher.

Erst einmal möchte ich ausprobieren, was am besten zu mir passt.“ Bis dahin genießen sie auch das Studentenleben abseits der Universität. Sundermeier läuft in seiner Freizeit, am liebsten auf einer Strecke, die an der Kieler Förde entlangführt. Trabandts Hobby ist der Gardetanz. Das klingt für Norddeutschland ziemlich exotisch, aber tatsächlich hat sie hier einen sehr aktiven Karnevalsverein gefunden. Ansonsten nutzen beide das bunte Freizeit- und Kulturangebot und nicht zuletzt die zahlreichen Kneipen, Cafés und Restaurants in Kiel, in denen „man immer jemanden trifft, den man kennt.“